Mittwoch, 21. Dezember 2016

Krähe im Park

Алексей К. Саврасов - Грачи прилетели (1871).jpg
Von Alexei Kondratjewitsch Sawrassow - dic.academic.ru, Gemeinfrei, Link


Eben hatte ich mal wieder eine tolle Begegnung mit einer Krähe.

Ich mache auf dem Weg zum Einkaufen einen Schlenker durch den kleinen Park auf dem ehemaligen Todesstreifen. Nirgendwo in der Nähe sind Leute, aber am Wegrand versucht eine Krähe, eine Walnuss zu öffnen, schlägt sie mit dem Schnabel auf den gefrorenen Boden.

"Na, da hast du aber ganz schön zu ackern", sage ich im Vorbeigehen zu ihr. (Ich rede schon immer mit Krähen.)

Sie hüpft einen Meter weg und sieht mich an.

Als ich an ihr vorbei bin, fliegt sie plötzlich von hinten auf Kopfhöhe an mir vorbei, so dicht, dass ihre Schwungfedern fast meine Pudelmütze berühren.

"Hey, du freches Ding!", sage ich lachend.

Sie steigt ein paar Meter vor mir hoch, lässt die Nuss fallen, landet daneben.

Ich bleibe stehen. "Na, willst du, dass ich dir helfe?"

Ich gehe zu der Nuss, die Krähe hüpft ein, zwei Meter weg und sieht mich an; sie wirkt jetzt ein bisschen nervös.

Ich zertrete die Nuss mit dem Absatz und ziehe mich rückwärts zurück.

Die Krähe beobachtet mich.

Also wende ich mich ab und gehe weiter.

Nach zehn Metern sehe ich nach hinten, und die Krähe frisst die Nuss jetzt, behält mich aber sicherheitshalber im Auge.

Geniale Viecher!


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English summary for foreign readers: In the park, a crow just asked me to crack the walnut she found by throwing it at my feet. I did, and she ate it. Incredible critters!

Freitag, 16. Dezember 2016

Bald geht's uns allen total gut!

Auf der Website von Fischer Tor ist noch nichts zu finden, aber da der Titel bei Amazon bereits angekündigt wird, halte ich mich nicht länger zurück, euch auf dieses von mir übersetzte Kleinod aufmerksam zu machen:


Die preisgekrönte Horrornovelle von Daryl Gregory erscheint im Februar, und zwar als E-Book.

Werbetext

Harrison ist ein Geisterjäger mit Schlafproblemen. Stan wurde einmal – zur Hälfte – von einer Gruppe Kannibalen verspeist. Barbara hatte eine unangenehme Begegnung mit dem Scrimshander, der ihr eine sehr persönliche Botschaft in die Knochen geritzt hat. Ob Greta nur ein wenig mysteriös oder eine Massenmörderin ist, weiß niemand mit Bestimmtheit. Und Martin? Martin nimmt seine Sonnenbrille nicht ab. Nie.
›Uns geht’s allen total gut‹ von Daryl Gregory ist nicht nur ein sehr, sehr furchteinflößender Horror-Roman, sondern auch unfassbar komisch. Phantastisches Lesefutter für einen langen, einsamen Abend – ein Buch, das einen, so oder so, um den Schlaf bringt.
Joe R. Lansdale schreibt: »Daryl Gregorys ›Uns geht's allen total gut‹ ist einfach der Hammer. Absolut strange und ein wenig irre, wie ein Motorradsprung durch einen brennenden Reifen – mit nacktem Hinterteil. Loved it.«

Das Tollste an dem Buch ist seine Struktur: Es spielt um eine therapeutische Selbsthilfegruppe von Leuten herum, die Übersinnliches überlebt haben; viele Szenen sind wie ein Kammerspiel im Gruppenraum. Wer sich schon immer gefragt hat, was später aus den Leuten wird, die am Ende eines Horrorfilms noch leben, findet hier Antworten. Und die sind ebenso lustig wie traurig wie gruselig.

Ein verdienter World Fantasy Award 2015!


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English summary for foreign readers: My translation of Daryl Gregory's horror gem WE ARE ALL COMPLETELY FINE will hit the German ebookstores in February.

Freitag, 9. Dezember 2016

Weihnachtsrummel

Doch, ich springe immer gerne auf das Weihnachtskarussell.

Einmummeln. Reif im Bart. Schlitten vom Hängeboden holen. Adventslagerfeuer auf dem Bauspielplatz. Glühwein. Auf ausgedehnten Einkaufsbummeln nach Weihnachtsgeschenken stöbern. "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" gucken. Noch ein Adventslagerfeuer auf dem Bauspielplatz. Immer wieder einmummeln. Eiskratzen. Eislaufen gehen. Glühwein. Blasen vom Eislaufen pflegen. Den weltbesten Stollen meiner Mutter futtern. Kaffee trinken. Die weltbesten Plätzchen meiner Schwiegermutter futtern. Geschenke einpacken. Geschmückten Weihnachtsbaum bewundern. Geschenke auspacken. Adventskranz fast abfackeln. Mit einem Glas geschenktem Rotwein in den Büchergeschenken schmökern. "Wunder einer Winternacht" gucken, am besten mit der ganzen Bande. Grünkohl futtern. Die Weihnachtsgans meiner Eltern futtern. Brettspiele spielen. Abends in der molligen Wohnung sitzen und in die sich drehende Weihnachtspyramide gucken und träumen.



Ja. Mag ich. Sehr.

Überhaupt die Zeit zwischen den Jahren.

Genießen wir sie, so gut wir irgend können! Irgendwann wird ein Jahr unser letztes sein.


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("Weihnachtsrummel" und Foto: alter Blogeintrag aus dem Dezember 2010, der mir noch zu schade zum Löschen war)


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English summary for foreign readers: I really like Advent season. I really do. And the time between Christmas and New Year, too!

Freitag, 2. Dezember 2016

Horrorgeschichte kommt gut an


SAG NIE IHREN NAMEN von James Dawson hat, wie ich hier im März schon schrieb, drei Auflagen in der Klappenbroschur erreicht.

In der neuen Carlsen-Vorschau, die eben eintrudelte, wird auch eine Zahl genannt: 12.000 verkaufte Exemplare. Das freut diesen Übersetzer hier!

Kein Wunder, dass nun im September 2017 auch noch eine Taschenbuchausgabe erscheinen wird - dann unter James' neuem Vornamen Juno.

  • Mehr zum Buch, auch eine Leseprobe, beim Verlag
  • Sämtliche Blogeinträge zu diesem Auftrag hier


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English summary for foreign readers: My German translation of SAY HER NAME by James/Juno Dawson sold 12,000 copies!