Donnerstag, 31. März 2016

Verschmäht: Stanislaw Lem, SOLARIS (P 1961)

Worum geht's?

Um den Kontaktversuch von Forschern mit einer vielleicht intelligenten, ozeanähnlichen Lebensform auf einem fernen Planeten. Eigentlich aber um einen Stubenhocker, der seine Probleme mit Frauen hat und sich in Forschungsberichten vergräbt.

Wie ist das Buch geschrieben?

Holprig. Umständlich.

Was gefiel schon irgendwie?

Die Szenen um die "Besucher" herum - körperlich vorhandene, psychische Spiegelungen des "Ozeans" - sind mitunter schmerzhaft genau und beklemmend.

Was gefiel nicht?

Alles wird gefiltert durch den Ich-Erzähler, den ich einerseits durchschütteln wollte - was für eine abgespaltene, verkorkste Persönlichkeit! -, den ich andererseits aber unglaubwürdig fand: Das soll ein Psychologe ein? Wohl nur für jemanden, der keine Ahnung von Psychologie hat. Eher handelt und denkt dieser Erzähler noch wie ein Wissenschaftsjournalist oder -historiker. Oder wie eine Art wissenschaftlicher Buchprüfer.

Den "Ozean" lernen wir bis zu der Stelle, wo ich abgebrochen habe (213 von 283 Seiten), ausschließlich durch die Zusammenfassungen von Forschungsberichten kennen. Diese leblos-unsinnliche Erzählhaltung taugt für vielleicht zehn, zwanzig Seiten als kleine Satire auf den Wissenschaftsbetrieb, aber doch nicht gefühlte hundert Seiten lang.

Das Schlimmste aber ist die Sprache.

Schlechte Stelle?

Seite 212. Deutsch von Irmtraud Zimmermann-Göllheim:

Erst jetzt bemerkte ich, daß er den toten Gesichtsausdruck von den Haftschalen hatte, die er unter den Lidern trug, anstatt Brillen zu tragen.

An diesem Satz stimmt eigentlich gar nichts: Es kann nur ein toter Blick sein, kein ganzer "Gesichtsausdruck", man trägt Kontaktlinsen weniger "unter den Lidern" als vielmehr auf den Augäpfeln, sonst würde ein Gegenüber sie nicht sehen, "Brillen" müsste Einzahl sein, die "anstatt"-Info ist überflüssig und die "tragen"-Doppelmoppelei ebenso.

"Erst jetzt bemerkte ich, daß sein toter Blick von den Haftschalen herrührte, die er statt einer Brille trug."

Wobei wir dann den Erzähler noch fragen müssten, wieso ihm das erst nach so langer Zeit auffällt ... Da war der Autor wohl zu faul zum Überarbeiten; diese Info hätte mindestens hundert Seiten weiter nach vorn gehört.

Immer voraussetzend natürlich, dass polnische Kontaktlinsen Anfang der 1960er überhaupt zu solchen toten Blicken geführt haben ...

Eine Seite später kam dann folgender Absatz:

Die letzten Worte äußerte er mit einem blassen, dürren Lächeln, das ihm den durchbohrend stutzigen Augenausdruck nicht nahm. Mich schüttelte es inwendig bei diesem Wust so ernst und mit solcher Würde vorgebrachter Phrasen [...]

Ja, mich auch. Da war dann Schluss.

Zu verschmähen?

Letztlich doch. Auch wenn ich lange durchgehalten habe, weil immer wieder Gutes aufblitzte.

Wieso überhaupt versucht?

Der Lem-Abend im Otherland vor anderthalb Jahren hatte mich dazu angeregt, es doch noch einmal mit diesem Autor zu probieren, den ich von Anfang an für einen überbewerteten guten Trommler in eigener Sache hielt. Also lieh ich mir eine Ausgabe in der Stadtbücherei:

 (Eigenhändiger Scan vom gelesenen Exemplar. Taschenbuch, 283 Seiten. List, 1. Auflage April 2006)

Und sonst?

Hat mir das Buch richtig Lust darauf gemacht, Phillip Manns THE DISESTABLISHMENT OF PARADISE (NZ 2013) ein zweites Mal zu lesen. Da geht es auch um ein völlig unverständliches Ökosystem und eine Handvoll verkrachter Existenzen, der Roman ist aber ungleich sinnlicher und virtuoser erzählt.


-----

English summary for foreign readers: I think Lem and his novel SOLARIS are widely overrated. Perhaps the story could have been a good movie - oh wait.

Dienstag, 29. März 2016

Kurd-Laßwitz-Preis 2016 - lose Gedanken zu den Nominierungen

Am Osterwochenende sind die Nominierungen für den Science-Fiction-Preis der Profis bekanntgegeben worden. Falls ihr sie noch nicht kennt, schaut euch kurz drüben um, dann können wir reden.

  1. Wie schön, dass unser Team mit James Tiptrees LIEBE IST DER PLAN für die beste Übersetzung nominiert worden ist! Noch schöner finde ich aber, dass, was auch einer meiner Vorschläge gewesen ist, Septime-Verleger Jürgen Schütz mit der kompletten Edition für den Sonderpreis Langjährige Leistungen zur Wahl steht. Immerhin ist das die erste Gesamtausgabe von Tiptrees Kurzgeschichten weltweit. Und Jürgen hat noch einiges mehr mit dem Nachlass der großen Autorin vor.
  2. Das Bewerberfeld ist hart. Ich glaube nicht, dass wir es auf den ersten Platz schaffen werden, und wage die Vermutung, dass die gute Nora Lachmann mit ihrer Jo-Walton-Übersetzung den Preis einheimsen wird.
  3. Wie schade andererseits, dass meine Kurzgeschichte "Operation Gnadenakt" nicht nominiert worden ist! Wo ich doch so selten Storys schreibe und SF-Storys noch seltener. Die sind bis jetzt noch jedes einzelne Mal durch den Rost gefallen.
  4. Lustigerweise sind immer die Titel, bei denen ich dachte, damit hätte ich durchaus Chancen auf den Preis, durch die Bank gar nicht erst nominiert worden - als Autor fällt mir da meine Story "Wie ein Adler" ein, damals immerhin in einer von Herbert W. Franke herausgegebenen Anthologie erschienen, als Übersetzer Philip K. Dicks LINCOLN-MASCHINE - wohingegen Titel, mit denen ich mir nicht einmal Nominierungschancen einräumte, immer am besten abgeschnitten haben - als Autor DIE STERNENHORCHER, als Übersetzer SONNENSTURZ von David Jones. Unglaublich, aber so steht es geschrieben.
  5. Bei den Romanen gibt es drei, in die ich noch einmal genauer reingucken werde. Von Frank Hebbens ALGORITHMUS DES MEERES habe ich bisher nur Gutes gehört, das Buch ist auch sehr schön gestaltet und stand ohnehin schon auf meiner Leseliste. Martenstein und Peuckert mit SCHWARZES GOLD AUS WARNEMÜNDE reizen mich eigentlich nicht so, aber da sie wie mein persönlicher, außenvor gebliebener Favorit DAS GIBTS IN KEINEM RUSSENFILM von Thomas Brussig eine alternative DDR schildern, die einen Energieboom erlebt, komme ich daran wohl nicht vorbei. Und Leif Rands PLANET MAGNON ist genau die Sorte Außenseiterroman, von dem ich mir mehr als nur die Leseprobe reinziehen muss, um zu sehen, ob er für mich einen Flow entwickelt.
  6. Von den ausländischen Werken werde ich Jo Waltons TAG DER LERCHE unbedingt vorziehen auf meiner Leseliste.
  7. Grafik: Hurra, zwei meiner Favoriten haben es geschafft! Dirk Berger und Michael Vogt, jeweils mit einem Phantastisch-Cover. Mein dritter Nominierungsvorschlag, Jürgen Schütz für seine Cover der Tiptree-Ausgabe, kam nicht durch.
  8. Der Sonderpreis Einmalige Leistungen wird wohl an das Team vom SF-JAHR 2015 gehen; da sind einfach viel zu viele heilfroh, dass es mit dem Jahrbuch weitergeht ... Es sei ihnen gegönnt.
  9. Bei den langjährigen Leistungen hat mich besonders gefreut, dass mein Vorschlag mit dem Galaktischen Forum durchgekommen ist! Dieser für die Zeit seines Bestehens wichtigste Branchentreff der SF-Szene ist nun wenigstens einmal nominiert worden. In dieser Kategorie ist mein Herz gespalten; ebenso gern würde ich Jürgen Schütz den Preis gönnen, und das BuCon-Team hat ihn für sein Dreißigstes eigentlich auch verdient. Hach, verdammt! Aber wie schön ist es andererseits, dass wir so viele gute Leute in der Szene haben, die uns vor eine qualvolle Wahl stellen!

Soweit meine unsortierten Gedanken - wie geht es euch mit den diesjährigen Nominierungen?

Und abschließend natürlich meine Gratulation an alle Mitbewerber!

Freitag, 25. März 2016

Damals in der Weimarer Republik und heute

Ich schließe gerade wieder eine Bildungslücke und lese, aus aktuellem Anlass, endlich AUFSTIEG UND FALL DES DRITTEN REICHES (USA 1960) von William L. Shirer. Darin fand ich heute beim Lesefrühstück folgende Zeilen:

In jenen Tagen [ca. 1927/28] lernte ich Deutschland selbst kennen. Mein Standort war Paris und gelegentlich auch London. Für einen jungen Amerikaner [...] waren diese Hauptstädte gewiß faszinierend. Doch gegenüber Berlin und München verblaßten sie etwas. Deutschland befand sich in einer wundervollen Gärung. Das Leben erschien mir freier, moderner, erregender als irgendwo anders. [...] Und überall lag die Betonung auf der Jugend. Man saß mit jungen Menschen nächtelang in den Cafés, in den Kneipen, in den Sommerlagern, auf einem Rheindampfer oder in einem rauchigen Künstleratelier und diskutierte über das Leben. Es war eine gesunde, unbekümmerte, lebenshungrige, von Freiheitsdrang erfüllte Schar. Der alte, autoritäre preußische Geist schien tot und begraben. Die meisten Deutschen, denen man begegnete - Politiker, Schriftsteller, Verleger, Künstler, Professoren, Studenten, Geschäftsleute, Arbeiterführer - waren auffallend demokratisch, liberal, ja pazifistisch gesinnt.

Von Hitler oder der NSDAP hörte man kaum etwas, es sei denn in Form von Witzen [...]

(Kapitel 5, Der Weg zur Macht)

Auch in heutigen Tagen zieht es die Jugend Europas nach Deutschland und besonders nach Berlin; wir Deutschen gelten (plötzlich und überraschend für jemanden, der in den 1960ern hier aufgewachsen ist) bei spanischen und griechischen Einwanderern als locker und entspannt, und sie kommen hierher, weil sich hier leichter "etwas machen" lässt; sie schätzen das Quirlige und die Aufbruchsstimmung.

Auch heute scheint der alte autoritäre Geist begraben.

Auch heute werden viele Witze über die extreme Rechte gerissen.

Aber zum Glück nicht nur. So hysterisch ich manchen Blick nach rechts heutzutage auch finde, so überkompensierend manche Antifa-Haltung, ich bin froh, dass man im heutigen Deutschland eben nicht "kaum etwas" von der Neuen Rechten hört.

Das scheint mir doch ein Unterschied zur Stimmung in der Weimarer Republik zu sein - ein lebenswichtiger.


-----

English summary for foreign readers: I'm reading, and closing a gap in education, THE RISE AND FALL OF THE THIRD REICH (USA 1960) by William L. Shirer.

Mittwoch, 23. März 2016

Jo Walton über Rassismus

In der Ausgabe 1/2016 von Phantastisch! findet sich in dem Interview mit Jo Walton eine Aussage, die ich euch heute anempfehlen möchte:

Wieso sind [fragt Christian Endres] Rassismus und Faschismus in unserer heutigen Welt nach wie vor so große Themen?

Ich denke, das liegt daran, dass Fremdenfeindlichkeit natürlich ist - viele Menschen reagieren auf Menschen, die anders sind, mit Angst, und für Leute, die Macht wollen, ist es leicht, mit Ängsten zu spielen. Es bedarf Arbeit, Fremdenfeindlichkeit zu überwinden, und es gibt lediglich wenig Anreiz für uns, diese Arbeit zu machen, und zugleich viele Ermutigungen, Menschen, die anders sind, zu dämonisieren.

Eines der Themen, die ich in den Carmichael-Büchern angehen wollte, ist die Frage, wieso gute Menschen böse Dinge tun. Es sagt sich leicht, dass böse Menschen böse Dinge tun. Böse Menschen sind Rassisten. Doch Rassismus gibt es in der gesamten Gesellschaft, und er wird oft so weitergegeben, dass Kinder gar nicht merken, ihn zu lernen, und Eltern gar nicht merken, dass sie ihn lehren. Wir [dürfen] nicht "[Er] ist böse" und "Du bist böse" sagen. Wir müssen [ihn] in uns selbst betrachten, uns fragen, "Okay, wieso empfinde ich das?", und dann die Arbeit machen und [ihn] überwinden.

Das deckt sich nahezu vollständig mit meiner Meinung zu diesem gesellschaftlichen Thema. Kein Mit-dem-Finger-zeigen, keine billig zu vollziehenden Abgrenzungen und Frontenbildungen sind angesagt, sondern ruhige und genaue Selbstprüfungen vor dem Hintergrund, dass Fremdenfeindlichkeit vermutlich einen entwicklungsgeschichtlichen Hintergrund hat, der uns allen in den Knochen beziehungsweise in den Genen steckt. Allzu leicht verbirgt sich dann, fürchte ich, hinter einer strammen "Antifa"-Haltung ein Stückweit auch Überkompensation.

Und ansonsten werde ich immer neugieriger auf das Gesamtwerk der guten Frau!

  • Das vollständige Interview findet sich übrigens auch im Netz.
  • Und Jo Waltons Bücher werden in Deutschland bei Golkonda verlegt.


-----

English summary for foreign readers: I found some interesting thoughts on racism in an interview with Jo Walton.

Sonntag, 20. März 2016

Habt ihr eigentlich schon mitgekriegt, dass ich wieder zwitschere?




-----

English summary for foreign readers: I'm twittering again, sometimes in English.

Freitag, 18. März 2016

Gelesen: Régis Loisel und Jean-Louis Tripp, DAS NEST 3 - DIE MÄNNER (F 2007)

Worum geht's?

Um ein Einwandererstädtchen im Kanada der 1920er Jahre.

Wie ist der Comic erzählt?

Humorvoll, atmosphärisch dicht, skurril, traurig. Zwar fiktiv, doch historisch offenbar korrekt.

Was gefiel nicht so?

Dass die Reihe, obwohl der neunte und letzte Band erst 2015 erschienen ist, vom Verlag nicht komplett vorrätig gehalten wird.

Was gefiel?

Der liebevolle und dennoch manchmal schmerzlich genaue Blick auf eine Reihe Außenseiter, die in der Neuen Welt einen Neuanfang wagen und sich erst zu einem zivilisierten, freiheitlichen Gemeinwesen zusammenfinden müssen, was nicht ohne Blessuren abgeht.

Gute Stelle?

Die vielen stillen Momente, wenn die Figuren nicht weiterwissen. Zum Beispiel hier:

(Seite 54. Bildzitat: Loisel und Tripp. Eigenhändiger Scan)

Und hier:

(Seite 59. Bildzitat: Loisel und Tripp. Eigenhändiger Scan)

Außerdem gefielen mir die ganzen Tauwetter-Außenszenen; die Seiten fühlten sich beim ersten Lesen fast feucht an, so eindringlich ist das gezeichnet!

Zu empfehlen?

Aber ja! Das ist ein sehr berührender Comic voller kleiner Freiheitskämpfe. Richtig stark erzählt und mit das Beste, was ich in meinem Leben an Comics gelesen habe. Ich besitze den Band jetzt seit knapp einem Jahr, habe ihn mindestens viermal gelesen und blättere immer wieder darin.

Wo aufgestöbert?

Alfonz der Comicreporter hat in der Ausgabe 2/2015 ein langes Interview mit Tripp gebracht. Dieser hellwache, lustige Kerl hat mir sofort Lust auf das Comic gemacht, und gleich bei meinem nächsten Gang in die Oranienstraße habe ich im Modern Graphics zugeschlagen. Leider war als frühester Band nur noch die Nummer 3 erhältlich:

 (Bildquelle: Carlsen)

Und sonst?

Die Reihe sprengt durch die nur noch zu Sammlerpreisen erhältlichen Bände 1 und 2 absolut mein Budget, daher wird's wohl lange dauern, bis ich mir mal einen weiteren Band gönne ...


-----

English summary for foreign readers: I really like MAGASIN GÉNÉRAL by Loisel and Tripp. A wonderful funny-sad comic about a little village of immigrants in Canada in the 1920s. One of the best comics I've ever read.

Donnerstag, 17. März 2016

Böhmert dieses Jahr nicht in Leipzig

- wohl aber sein aktuelles Buch:

(Foto: Karlheinz Schlögl, Golkonda)

Das Golkonda-Team postet übrigens regelmäßig gelegentlich auf Facebook, was bei ihnen am Stand so los ist ...


-----

English summary for foreign readers: I'm not going to Leipig Book Fair this year, but look my last novel is already there!


Montag, 14. März 2016

Aktuelle Zahlen

Neulich ist die Abrechnung für meinen Roman BLOSS WEG HIER! eingetrudelt, und sie hat mich positiv überrascht.


Verkauft wurden im Jahr 2015 immerhin 22 Exemplare der Printausgabe und ein E-Book.

Im Schnitt zwei Exemplare pro Monat finde ich durchaus viel für ein Buch, das vor vier Jahren erschienen ist und von einigen Grossisten gar nicht mehr geführt wird. Da habe ich - als Übersetzer jetzt - schon Abrechnungen großer Verlagshäuser gesehen, auf denen bei Backlist-Titeln weniger los war ...

Zumal ich seither keine neue Veröffentlichung nachgeschoben habe und das Buch im Jahr 2014 mit einem Exemplar Print und zwei E-Books praktisch schon tot gewesen ist.

Woher dieser Aufschwung rührt? Keine Ahnung. Von Buchkäufen neuer Blogleser vielleicht?

Damit steht mein aktueller Roman jedenfalls in meiner persönlichen ewigen "Bestseller"-Liste jetzt auf Platz 2:

  1. (1) EINE ZAHNBÜRSTE FÜR FRAU BLESCHKE (1985), 200 Exemplare; vergriffen
  2. (4) BLOSS WEG HIER! (2011), 130 verkaufte Exemplare
  3. (2) DER ELEFANT AUF DEM DACH (2001), 109 verkaufte Exemplare; vergriffen
  4. (3) EIN ABEND BEIM CHINESEN (2009), 101 verkaufte Exemplare; vergriffen
  5. (5) EIN COOLER HUND (2001/2011), 25 alte + 42 neue = Gesamtauflage 67 Exemplare; vergriffen

Wie es weitergeht?

Na, so wie's bei diesem ewigen Geheimtipp hier eben immer zugeht: Neben der Brotarbeit des Übersetzens wird langsam, aber stetig weiter am nächsten Roman geschrieben ...


-----

English summary for foreign readers: My latest novel sold 23 copies last year. That's not bad for a four year old backlist title - but I'll stay a small press author just for a little time longer, it seems.

Mittwoch, 9. März 2016

Böhmert (ungenannt) im Börsenblatt

Drei Auflagen hat SAG NIE IHREN NAMEN, meine Übersetzung des frischen kleinen Horrorromans von James Dawson, innerhalb von nur sechs Monaten erreicht - und das, soweit ich es überblicken kann, allein durch Mundpropaganda.



Neulich nun machte mich J auf eine Sammelbesprechung im Börsenblatt zu "Horrorromane[n] für junge Leser" aufmerksam, in der auch der Dawson vorgestellt wird:

Mit Anleihen an altbekannte Horrorfilme spielt James Dawson, wenn er seine Protagonisten in einer Halloweennacht ein schauriges Ritual vollziehen lässt, mit dem sie offenbar etwas Böses aus dem Jenseits in ihre Welt rufen. Doch Dawson macht eine runde Geschichte daraus. Urban Legend, Ghost Story und Horrorfilm werden immer wieder zitiert, machen aber "Sag nie ihren Namen" (Carlsen, 336 S., 12,99 Euro, ab 14) zu einem ungemein packend geschriebenen Horrorbuch, das sich nur mit dem Prädikat "haarsträubend" beschreiben lässt.

"Ungemein packend geschrieben" - na, das freut diesen Übersetzer hier doch! Er ist daran ja, auch wenn das Börsenblatt die Übersetzungszunft immer wieder gern ignoriert, nicht ganz unschuldig.

  • Die komplette Sammelbesprechung von - ich bin ja nicht so - Maren Bonacker findet ihr dort,
  • die Verlagsseite zum Buch dort.


-----

English summary for foreign readers: Börsenblatt liked the German version of SAY HER NAME by James Dawson, done by yours truly.