Freitag, 19. Oktober 2012

Gewinn die Gewinner!

(Update 22.10.) Zu den Gewinnern des Schreibspiels geht es hier entlang.

(Update 20.10.) Es wurde eben ein zweites Verlosungsexemplar der Paperback-Erstausgabe gespendet; da es nicht mehr originalverpackt ist, geht das dann an den zweiten Sieger. Danke, ShockWaveRider!


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Wie ich gestern schon erzählte, werde ich diese wunderprächtige, monumentale Anthologie mit einigen der besten deutschen Science-Fiction-Geschichten der letzten dreißig Jahre demnächst doppelt haben:

(Quelle: pmachinery)

Ich werde daher die noch originalverpackte Paperback-Erstausgabe, Marktwert derzeit knapp 30 Euro, am Sonntagabend verlosen.

Diese Verlosung verbinde ich als alter Freund der unverkrampften Kreativität mit einem kleinen Schreibspiel, das heute Nachmittag losgehen und bis Sonntag gegen 18 Uhr dauern wird.

Wir werden alle zusammen eine SF-Story schreiben - so weit wir bis dahin eben kommen.

Aber keine Sorge: Ihr müsst keine Meister des Wortes sein, um zu gewinnen!

Ihr müsst einfach nur mindestens einmal an der Geschichte mitschreiben!

Da es mir bei dem Spiel um grübelarmes Drauflosschreiben geht, werden Vielschreiber bei der anschließenden Verlosung jedoch im Vorteil sein.

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Das Wichtigste zuerst: Wie läuft die Verlosung?

Für jedes einzelne Mal, wenn ihr unten im Kommentarbereich die Geschichte weiterschreibt, kommt ein Zettel mit eurem Namen in den Hut. Wer einmal mitschreibt, wird am Ende einen Zettel im Hut liegen haben; wer zwanzigmal mitschreibt, zwanzig Zettel. Zu guter Letzt kommt die Lottofee und zieht den Gewinner aus dem Hut.

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Okay, kapiert. Wie kann ich mitmachen?

Mir ist egal, ob ihr unter eurem bürgerlichen Namen oder einem Pseudonym mitschreibt. Aber sobald ihr unten im Kommentarbereich das erste Mal an der Geschichte mitschreibt, schickt ihr mir bitte parallel eine Mail mit dem Namen, unter dem ihr kommentiert, sowie eurer vollständigen Postanschrift. (Diese Mails werden nach der Verlosung gelöscht; sie sollen nur erschweren, dass jemand unter mehreren Namen mitschreibt.) Das Namensfeld leerlassen und somit als "Anonym" mitschreiben geht nicht; solche Beiträge werden gelöscht.

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Wie genau läuft das mit dem Schreiben?

  • Du liest dir in den Kommentaren die bisher entstandene Geschichte durch und führst sie genau einen Satz weiter.
  • Dann ist der nächste dran.
  • Dann darfst wieder du - das heißt, es müssen sich immer mindestens zwei Leute abwechseln.
  • Wir nummerieren die Sätze fortlaufend durch - damit die Anschlüsse klar sind. Es könnte ja sein, dass zwei Leute parallel einen Kommentar einstellen; dann zeigt sich das anhand der doppelt vorkommenden Nummer.
  • (Und wer für bessere Übersichtlichkeit sorgen will, kann seinen Satz auch gern in Fettschrift einstellen. Das geht ganz normal mit einem "b" in spitzen Klammern vor dem Satz und einem "/b" in spitzen Klammern dahinter. Ist aber nicht Pflicht.)

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Ich hab die Anthologie schon, finde das Spiel aber lustig und möchte trotzdem mitschreiben - geht das?

Na klar! Du erklärst in deiner Anmelde-Mail einfach, dass du außer Konkurrenz teilnimmst.

(Auch hier noch mal der Hinweis: Das Namensfeld leerlassen und somit als "Anonym" mitschreiben geht nicht; solche Beiträge werden gelöscht.)

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Fein, alles klar! Und wo ist er nun, der erste Satz?

Der kommt bald. Nachher gegen 16 Uhr werde ich den Kommentarbereich öffnen und den Titel der Geschichte sowie den ersten Satz einstellen. Dann seid ihr dran!

Jetzt geht's los! Siehe unten im Kommentarbereich!

Kommentare:

Frank Böhmert hat gesagt…

So! Der Titel der Geschichte lautet.

BERLIN SEHEN UND ERBEN

Und so geht sie los:

1 - Reichen Touristen wurde angeraten, den Flohmarkt am Fuße des stillgelegten Berliner Weltraumfahrstuhls ausschließlich in Begleitung eines lizensierten Personenschützers zu besuchen, aber die kleine Krille war nicht reich, und sie war auch nicht klein.

Der Nächste bitte!

Peter hat gesagt…

Ganz schön schwere Entscheidung. Heute könnte ich auch noch die neue 3. Strophe der bayerischen Hymne verfassen (ohne Scherz, heute läuft noch ein Wettbewerb). Mal sehen ...

Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Frank Böhmert hat gesagt…

(Dieser Kommentar von Peter wird bittschön nur als Kommentar verstanden; er hat seinen ersten Satz ja nicht nummeriert.)

Frank Böhmert hat gesagt…

(Und eben habe ich einen anonymen Mitschreiber gelöscht. Als "Anonym" mitschreiben geht nicht, Leute. Ihr müsst einen festen Namen angeben und in einer E-Mail an mich bestätigen! Oder ihr bleibt außenvor. Siehe oben die Spielregeln.)

Pogopuschel hat gesagt…

2. Bei jedem Schritt ihrer langen Beine hüpfte Krilles wallende Lockenmähne wie ein haariger Flummi über das emsige Gewusel der Besucher und Händler; angespannt aber zielstrebig bewegte sie sich auf den Bereich des Marktes zu, dessen Objekte der Begierde einem lebenslange Haft auf der Gefängnisinsel Moabit einbringen konnten.

Rene Nowotny hat gesagt…

3. Ein kalter Schauer lief ihr in Form steil aufgerichteter Haare über den Thorax, als sie an den weichen, wurstartigen endoskelettierten Leib des Humanoiden zurückdachte, der - während er Krille ansprach - eine stinkende Qualmwolke aus seinem Nahrungsschlund stieß und dabei seine rot geäderten Augen auf sie gerichtet hatte.

Frank Böhmert hat gesagt…

(Cool, Leute. Jetzt geht's ja ab!)

4 -"Wenn ich dich so sehe", hatte er via Translator verkündet, "dann könnte man sagen, ich hätte einen winzigkleinen Auftrag für dich."

Rene Nowotny hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Rene Nowotny hat gesagt…

(Edit! - Tippfehler)

5. "Wie... meinen Sie mich?", stammelte Krille mit ihren Mundwerkzeugen (wobei der Translator das Klappern in ein metallisches Krächzen übersetzte) und strich
verwirrt Lockenmähne, die wie ein Büschel schimmernder Kupferfäden zwischen den Antennen hervorquoll, auf dem Panzer ihres Kopfsegments glatt.

Frank Böhmert hat gesagt…

6 - "Nee, ich meine diese langbeinige richtig große Riesenkakerlake da gleich hinter dir - und dreh dich jetzt bitte nicht auch noch um", sagte der Humanoide, bei dem es sich tatsächlich um einen der letzten hiesigen Terraner zu handeln schien, "die sieht nämlich so aus, als ob sie sich ein bisschen was dazuverdienen will."

Frank Böhmert hat gesagt…

(Bevor ich meinen Schlepptopp jetzt für den Rest des Abends zuklappe, will ich noch rasch ein paar Sachen zusammenfassen, soweit ich sie verstehe:

Als Handlungshintergrund haben wir Berlin. Dort gibt es einen stillgelegten Weltraumlift, die genaue Lage ist noch unklar, und der Bezirk Moabit ist eine Gefängnisinsel. Terraner gibt es anscheinend nicht mehr viele auf der Erde, dafür wohl ein Gewimmel nichthumanoider Wesen.

Unsere Heldin ist "die kleine Krille", eine Art Riesen-Kerbtier, das anscheinend als Tourist auf die Erde gekommen ist.

Sie hat in einer gerade laufenden Rückblende (deren Örtlichkeit noch unklar ist, vielleicht irgendwoanders in Berlin) einen Auftrag bekommen, der sie zu dem Flohmarkt unterm Weltraumlift führt.

Was ihr Auftraggeber will, ist noch unklar, ebenso ihre Bezahlung. Es könnte über kurz oder lang was mit einer Erbschaft zu tun haben; darauf deutet der Titel der Geschichte hin.

Soweit mal die Story, wie ich sie bis jetzt verstanden habe.

Viel Spaß noch heute Nacht! - Wer macht jetzt den Satz Nr. 7?)

lapismont hat gesagt…

7. "Oh, ein Scherz, verstehe. Sowas filtert mein Hirnifrei immer aus - sollte mal ein aktuelles Update fahren ...", sie zwinkerte mit ihrem Smiley, der unterhalb ihrer Brustplatte flimmerte.

Dirk Steinke hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Dirk Steinke hat gesagt…

Nummer vergessen - nun aber:
8.Die Sehwerkzeuge des Terraners machten seltsam rollende Bewegungen, "Koennen wir nun zum Geschaeft kommen?", schnaubte er.

Rene Nowotny hat gesagt…

9. „Hinterher ist man immer schlauer“, knarrte Krille, als sich das Bild eines staubigen finsteren Friedrichshainer Hinterhofes in ihr Gedächtnis drängte, das Bild jenes schicksalhaften Ortes inmitten des Berliner Humanoidenghettos, an dem sie diesem zwielichtigen Nacktprimaten begegnet war.

lapismont hat gesagt…

10. Zunächst erschien ihr der völlig versumpfte Hain mit seinem Blumeneschengestrüpp wie eine biologische Oase in der nur das Röhren eines Tiger-Cybots fehlte, doch die karstigen Mauern der Häuserrunien rings umher ließen den Hof bald schon eher wie eine Gummizelle für Retro-Ökos aussehen, die ihrem Hanfplaneten nachgreinten und die man vor den weniger verkommenen Normalos mit ihren Macheten schützen musste.

Frank Böhmert hat gesagt…

(Die Lottofee teilt mit:

Bis jetzt haben wir außer dem Moderator vier Mitschreiber.

Von denen schreibt Lapismont außer Konkurrenz mit, weil er DIE STILLE schon hat.

Von Pogopuschel und Dirk Steinke liegt mir keine Mail vor, ob sie bei der Verlosung dabei sein wollen oder nicht.

Rene ist also derzeit der einzige, der wirklich um das Buch spielt.)

Frank Böhmert hat gesagt…

(ACHTUNG, WICHTIGE SONDERMELDUNG: Ein SFCD-Mitglied hat eben ein zweites Verlosungsexemplar gespendet! Das heißt, wir werden zwei Sieger haben! Also spielt mit, Leute!)

Frank Böhmert hat gesagt…

11 - Sie hatte sich wirklich nicht gern auf den Handel mit dem Terraner eingelassen, aber was sollte ein Mädchen machen, das von seinen sämtlichen 15 Eigeschwistern gewarnt worden war, auf der Anhalterfahrt durchs Universum Terra unbedingt auszulassen und schon gar nicht nach Berlin zu fahren, auf gar keinen Fall!, das dann aber, düster-romantisch und dusselig, wie es nun einmal war, natürlich doch einen Abstecher in die düster-romantischste der aufgegebenen Metropolen Terras gemacht hatte und prompt auf einem Kneipenzug seines Bauchpakets verlustig gegangen war, sprich: es im Rausch irgendwo hatte liegenlassen?

(So, damit haben wir die Motivation dafür, dass Krille auf diesen Flohmarkt geht. Wer traut sich jetzt, festzulegen, worin ihr Auftrag besteht oder welche Belohnung ihr winkt?)

Frank Böhmert hat gesagt…

(Die Lottofee teilt mit:

Pogopuschel spielt auch um eines der Bücher.

Bis jetzt haben Rene und Pogo sie also sicher.

Aber bis Sonntag 18 Uhr ist noch ein Weilchen hin ...)

Rene Nowotny hat gesagt…

12. Die Tatsache, dass Krille nur noch bruchstückhafte Erinnerungen an das verschollene Bauchpaket hatte, konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihr sehr wohl bewusst war, dass der Inhalt des Päckchens brisanter Natur sein musste – zumindest für den Nacktprimaten, denn der würde - erführe er von den Geschehnissen der vergangenen Nacht – ihr wie angedroht jede Gliedmaße einzeln ausreißen und die Tracheen mit Humanoidenschweiß vollgesogenen Socken verstopfen.

Rene Nowotny hat gesagt…

PS: Kommentar zum Bauchpaket: Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es ursprünglich "Buchpaket" heißen sollte. Frank? Soll es ein Buch- oder ein Bauchpaket sein?

Frank Böhmert hat gesagt…

(Anmerkung des Moderators: AB JETZT SIND RÜCKBLENDEN VERBOTEN! Mit jeder Rückblende zerschießen wir uns den bisherigen Text. Schreibt nach vorn! Krille ist auftragsmäßig auf dem Flohmarkt. Wonach hält sie Ausschau? Was soll sie dort? Lasst sie gehen, suchen, Sachen erleben!)

Frank Böhmert hat gesagt…

13 - Moment, dachte sie, habe ich das gerade wirklich gedacht? Was habe ich mir da gestern bloß in die Tracheen gekippt? Ich weiß doch genau, was in meinem Bauchpaket drin war; meine ganzen Sachen waren da drin! Und jetzt hing sie hier fest auf diesem verdammten Planeten und brauchte Geld oder Beziehungen, um wieder wegzukommen. Geld hatte ihr der Terraner versprochen. Für diesen Job. Sie reckte die Augenfühler und sah sich auf dem Flohmarkt um.

Edgar hat gesagt…

14. Am ersten Stand, der ihr ins Auge fiel, oder besser gesagt, dessen Klang in ihr Ohr drang, wurden gebrauchte Musikinstrumente angeboten. Während ein etwas mürrisch aussehender Humanähnlicher melancholische Melodien in eine goldgelbe, mit vielen Klappen versehene senkrechte Flöte blies, die einem Etikett auf dem Tisch zufolge Saxofon hieß, bereitete sich die Verkäuferin, eine grasgrüne Grille darauf vor, zwei Bögen an zwei Instrumente namens Geigen anzulegen.
Nachdem sie ein paar kurze Töne gezupft hatte, fiedelte sie plötzlich los wie ein keltisches Kammerorchester nach zwölf Gläsern dunklem Bier.
Krille stellte erstaunt fest, dass Passanten heranströmten und Münzen in einen Geigenkasten warfen, denn die Grille vor ihren Füßen aufgeklappt hatte.
Erstaunlich, dachte Krille, sollte man mit diesem Radau sogar Geld verdienen können?
Aber viel interessanter fand sie den eisernen Pfeiler neben dem Stand. Langsam ließ sie ihren Blick an der Strebe nach oben klettern, und sie neigte zu vermuten, dass es sich um eines der Beine des Weltraumliftes handeln musste. Und dieser begann bei bestimmten Tönen, den die beiden leidenschaftlich rockenden Musiker erzeugten, leicht zu vibrieren, als ob sich im Innern des Metallturms die schweren Ketten ächzten und die Gondeln und Gegengewichte hinauf hoben bzw. herab sinken ließen.
Krille stutzte. Der Lift war doch außer Betrieb, oder etwa nicht?
Und wo war, verflixt noch mal, der Treffpunkt, an dem sie weitere Anweisungen bekommen sollte? Doch nicht etwa da oben im Lift?

Stefan Hoffmann hat gesagt…

14. „Bei mir findest du die heißesten Skulpturen!“ Der Arachnoide umzingelte ihn mit seinen zahllosen Beinen. „Nur allerbeste Ware!“ Krille versuchte, sich zwischen den Gliedmaßen hindurch zu quetschen. „Nicht so hastig...“ säuselte das Spinnenwesen. Krille spürte, wie ihn klebrige Fäden fesselten. „Bei mir gibt’s alles mit Echtheitszertifikat. Gegen einen geringen Aufpreis...“ Der Arachnoide hielt ihm die Statue eines Kerbtieres vor die Sehorgane. Hastig blickte Krille weg. Schon nach einem Blick konnte es um einen geschehen sein. „Ich habe überhaupt kein Geld!“ „Kannst du das nicht gleich sagen?“ kreischte der Arachnoide empört und ließ Krille los. „Hau ab, ehe ich die Bullen rufe!“

Frank Böhmert hat gesagt…

(Und die Lottofee teilt mit: Stefan und Edgar spielen auch um die Bücher. Vier Leute um zwei Bücher - ab jetzt wird es also spannend! Wer seine Chance bei der Auslosung erhöhen will, sollte fleißig mitschreiben!)

(Von Dirk Steinke fehlt mir auch weiterhin eine entsprechende E-Mail; er läuft bis jetzt als außer Konkurrenz mitsschreibend.)

Frank Böhmert hat gesagt…

16 - Krille sprang ohne Nachdenken hinüber auf die Strebe des Weltraumlifts und huschte auf dem vibrierenden Metall ein paar Meter aufwärts. Bloß erstmal weg von dieser Skulptur!

Edgar hat gesagt…

17. Einige Dutzend Käfergrößen höher verschnaufte sie. Von hier aus klang die Musik ziemlich erträglich, was damit zusammenhängen mochte, dass sie allmählich zwischen dem anderen Lärm unterging, der von dem geschäftigen Gedrängel an den Ständen herauf stieg. Krille hatte das gesamte Gelände des Flohmarkts im Visier, und sie genoss die weite Aussicht, die bis zu einem nahen Fluss reichte. Das musste die Spree sein. Instinktiv suchte sie das Wasser nach einer mit Stacheldrahtverhau umgebenen Festung ab. Aber erfolglos, die Gefängnisinsel, von der ihr Auftraggeber gesprochen hatte, befand sich anscheinend woanders, zumindest jedoch außer Sichtweite.
Da hörte sie von oben ein Geräusch, als ob jemand in der Metallwand des Liftgerüstes eine Luke geöffnet und geschlossen hatte. Im selben Augenblick fühlte sie den Luftzug eines Gegenstands, der an ihr vorbei abwärts raste.

Frank Böhmert hat gesagt…

18 - Der Gegenstand gab einen schrillen Ton von sich, spreizte irgendwelche Ausstülpungen ab, und als er unten im festgetretenen Sand zerschlug, breitete sich rasch eine dunkle Flüssigkeit aus. "Oh", piepste Krille, "so langsam weiß ich, warum im Reiseführer vor diesem Flohmarkt gewarnt wurde." Sie fühlerte zu der Luke hoch, die sich gerade wieder schloss. Da oben war noch jemand!

lapismont hat gesagt…

19. Ein unangenehm scharfer Geruch drang in ihr Bewusstsein, das gleichzeitig dem Trend ins Dunkel zu folgen begann, doch Reflexe sind eine tolle Sache, besonders wenn käfer sie wie Krille von Ei an trainierte und mit einem ultimaten Sprung katapultierte sie sich zur Deckenluke, die ihrer Masse nichts entgegenzusetzen hatte, durchbrach sie und folgte den Trümmern hinaus, gerade rechtzeitig um der Explosion im Innern der Kabine zu entkommen, doch sie konnte die Situation kaum entsprechend würdigen, da auf dem Liftdach noch jemand stand, der sich nun zu ihr umwandte und eine gefährlich blitzende Klinge in den Saugnäpfen hielt - »Blasco?«

Rene Nowotny hat gesagt…

"Richtig geraten, kleiner Mistkäfer!", knurrte der Oktopode herrisch, wobei er die Hornkanten seines Schnabels auf und zu klappte. (Krille war immer wieder erstaunt, wie es dem winzigen Translatorgerät, das sie wie ein Amulett auf ihrer Brustplatte trug, gelang, derart überzeugend zu dolmetschen.)
"Blasko, lass mich erklären...", stammelte Krille entsetzt, während der Tintenfisch mit der Klinge in gefährlicher Nähe ihrer Fühler herumfuchtelte. "Du musst mir glauben! Es ist nicht, so wie es aussieht!" Krille richtete beschwöhrend ihre Facettenaugen auf Blasko.

Stefan Hoffmann hat gesagt…

1. „Da bin ich ja gespannt!“ höhnte Blasco. Im selben Moment durchbohrte eine Harpune den Körper des Tintenfischs. Schlaff sank das Wesen in sich zusammen. Klappernd fiel das Messer zu Boden. Krilles Erleichterung währte nur einen Moment lang. Dann wurde ihr bewusst, dass es hier noch ein weiteres lohnendes Ziel für die nächste Harpune gab: Sie selbst.
Sie schnappte sich Blascos Messer und blickte sich gehetzt um. Nichts wie weg hier.

Stefan Hoffmann hat gesagt…

ups, wer hat die 2 vor der 1 gefressen? Wollte nicht wieder bei 1 anfangen...

Edgar hat gesagt…

22.
Das beste Versteck war natürlich der Flohmarkt selbst. Im dortigen Gewimmel konnte sie schnell untertauchen und sich, wenn es darauf ankam, andere Kaufwütige als Schutzschild vor ihren Körper halten.
Während Sie sich wieder hinunterhangelte, fiel ihr ein Tumult an einem Stand auf, an dem eine Schlange Brillen verkaufte. Was dort genau los war, konnte sie nicht erkennen, denn ihre eigene Augenfühlersehverstärkungshilfe war ihr zusammen mit ihrem Bauchpaket abhanden gekommen.

Frank Böhmert hat gesagt…

23 - Ihr schwirrten die Fühler. Was hatte Basco denn hier auf Terra zu suchen gehabt? Allein wegen dieses aufdringlichen Okto war sie doch auf ihre Anhalterfahrt durchs Universum geflohen! Etwas streifte klirrend ihren Panzer und durchschlug weit unten einen Standtisch. Eine Harpune! Krille krabbelte rasch zur anderen Seite des runden Turms. Sie sah seine Länge hinauf, von dessen Spitze noch immer ein Kabel in den blauen Himmel hinaufführte. Vielleicht sollte sie nicht fliehen, sondern versuchen, von oben an diesen Harpunier heranzukommen?

Frank Böhmert hat gesagt…

(Mal eine kleine Zwischenmeldung zu den Losen im Hut:

- Rene Nowotny ist mit fünfen dabei,
- Edgar mit dreien,
- Stefan Hoffmann mit zweien und
- Pogopuschel mit einem.)

Peter hat gesagt…

Während Krille noch überlegte, durchfuhr ein Schlag ihre Beine. Ein dumpfes, monotones Geräusch hing im Raum. Krille blickte sich alarmiert um. Doch niemand auf dem Flohmarkt schien sich um die plötzliche Veränderung zu kümmern.
Zwischen ihren Beinen flossen zwei Amöboide auf einen Zuckerstand zu. Sie fing ihre Gedankenfetzen auf: "Weste, ick gloob wir machen uns ma lieba dünne, ehe der Aufzuch da is und hier dat große Gedränge losgeht."
Krille blickte nach oben. Vom Aufzug war nichts zu sehen. Würde sicherlich noch eine Weile dauern. Mit schnellen Schritten eilte sie um den Turm und kletterte an der gegenüberliegenden Seite hinauf, etwa fünf Meter über der Position, an der sie Basco vermutete.

Edgar hat gesagt…

25.
Aber dort war niemand mehr. Krille erinnerte sich vage, dass Basco von jemandem gesprochen hatte, der in der Lage war, kurze Strecken fliegend zu bewältigen. Fieberhaft berechnete sie, welche Flugbahnen für ihren Widersacher in Frage kämen und ließ ihren Blick über den Flohmarkt schweifen. Der Brillenstand, schoss ihr in den Kopf. Behände rutschte sie, so schnell es ihre schmerzenden Beine zuließen, wieder an der Strebe hinunter.
Unten angekommen nutzte sie das Chaos, das der Aufprall des Abgestürzten angerichtet hatte, und den Applaus, den die Grille und der Saxofonist für ihre Improvisationen bekamen, um rasch und unbemerkt zum Brillenstand zu gelangen. Dort konnte sie im Gedränge immer noch nicht erkennen, wer die Ursache für das Handgemenge war. Da entdeckte sie zwischen ein paar dickglasigen merkurianischen Sonnenbrillen und einem plutonischen Leuchtfernrohr ihre eigene Sehhilfe.

Frank Böhmert hat gesagt…

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ENDE DES GEWINNSPIELS
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Wer noch weiterschreiben will, kann das gerne tun, aber für alle weiteren Beiträge kommen keine Lose mehr in den Hut.

Vielen Dank fürs Mitmachen! Ich habe den Eindruck, es hat euch Spaß gemacht.

Die Gewinner werde ich demnächst in einem neuen Blogeintrag bekanntgeben.